Die Kurth’s in Pinnow (Kreis Regenwalde, Pommern) bis 1947

Pinnow (polnisch heute „Pniewo“) war eine Landgemeinde im Landkreis Regenwalde in Pommern (siehe Bericht über den Kreis Regenwalde) mit weniger als 700 Einwohnern – gelegen direkt an der ehemaligen Reichsstraße 2 von Stettin nach Danzig. Zur Gemeinde Pinnow gehört auch der Wohnort Charlottenhof, auf dem die Familie Kurth bis zu ihrer Vertreibung am Ende des Zweiten Weltkrieges lebten. Hier stand das Elternhaus meines Schwiegervaters Horst Kurth, der nach der Vertreibung in Kiel (Schleswig-Holstein) eine neue Heimat fand und dort eine Familie gründete.

Satellitenaufnahme (2013) mit Höfen der Kurth’s und Köhler
Charlottenhof Satellitenaufnahme (2013) und Kartenausschnitt (1952)
Ausschnitt einer Karte von 1906 mit Pinnow und dem Charlottenhof (rot eingerahmt). Oberhalb des Hofes ist der Lüssow See zu sehen; hier ist der Köhler-Hof angesiedelt
Charlottenhof (Datum der Fotoaufnahme unbekannt); die Gebäude wurden nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört
Charlottenhof 2013: Hier stand mal das Haupthaus

In einer Betriebs- und Viehzählung von 1939 wurde der Charlottenhof von Emil Kurth mit 25 ha, 3 Pferden und 9 Rinder verzeichnet und der Hof von Emil Köhler mit 24 ha, 4 Pferden und 13 Rindern.

Trommelsberg: Felder von Emil Kurth und Paul Kurth

Eine über 140-seitige Dokumentation von Pinnow hat Eckard Schmechel (1936 – 2011) in den Jahren 2000 bis 2002 zusammengestellt. Hier sind viele Berichte, Fotos und Statistiken über Pinnow und dem Kreis Regenwalde enthalten. Über die Flucht und Vertreibung ab 1944 aus Pinnow gibt es von demselben Autor im Internet einen sehr ausführlichen Zeitzeugenbericht  (siehe entsprechenden Beitrag).

Am 21.7.2013 hatten wir uns Pinnow und die ehemaligen Höfe angesehen – siehe entsprechenden Beitrag.

Über Pinnow hat auch Ulrike Hennwald recherchiert. Hier zitiert sie aus dem „Heimatbuch des Kreises Regenwalde“, herausgegeben vom Heimatkreis Regenwalde im Juni 1970. Hier gehen die Eintragungen zu Pinnow bis auf Jahr 1372 zurück. Sehr schön auch die zusammengetragenen Fotos von gestern und heute. Auf dieser Webseite ist auch das Einwohnerverzeichnis aus den Jahren 1874 bis 1877 abgelegt (erstellt mit Hilfe der Standesamtsunterlagen aus dem polnischen Staatsarchiv in Stettin).

Die niedersächsische Stadt Melle ist seit 1972 Patenstadt des Kreises Regenwald – siehe auch deren Webseite.

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