Die Wichert’s in meiner Ahnenreihe stammen aus Franken. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts lässt sich der Stammbaum aktuell zurückverfolgen. Dabei hat sich der Name möglicherweise verändert: Der Vater von meinem Ur-Ur-Ur-Großvater Peter Wichert (1788 bis 1872) hieß wahrscheinlich Conrad Johann Wichard (~1740 bis 1793).

Die Wichert’s waren bis ins 19. Jahrhundert Schäfer (siehe auch entsprechenden Beitrag „Der Schäfer Peter Wichert“). Der Kern dieser Familie ist bis heute in Oberfranken anzutreffen, ein großer Teil in dem oberfränkischen Ort Sassanfahrt, das bereits 1124 urkundlich erwähnt wurde und seit 1978 zu Hirschaid im Landkreis Bamberg gehört.

Conrad und Anna Wichert haben sieben Kinder zur Welt gebracht, darunter auch Peter Wichert (1788 bis 1872), der zu meiner Linie gehört
Eheschließung Conrad Wichard und Anna Weber am 9.11.1772 (Quelle: Archiv Erzbistum Bamberg); Geburtsort ist Oberschwarzach (Ortsname in der Mitte der dritten Zeile)
Conrad’s Geburtsort Oberschwarzach (damals offensichtlich mit einem zusätzlichen „t“ geschrieben) sowie Hirschaid (südlich von Bamberg), in dessen Nachbarort Sassanfahrt sein Sohn Peter Wichert später als Schäfer hingezogen ist (Karte von 1780)

Wer in das Dorf Sassanfahrt hineinkommt, findet im Zentrum den Gasthof Wichert. Der Inhaber Harald Wichert hat ein Wappen für seine Familie erstellen lassen, in dem er auch den Berufsstand des Schäfers eingearbeitet hat.

Wappen der Familie Harald Wichert in Sassanfahrt

In Sassanfahrt ist auch die Tischlerei Wichert anzutreffen.

Der letzte Fährmann in Sassanfahrt war Josef Wichert (1861 – 1953) – siehe auch entsprechenden Beitrag.

Wie sehr die Familie Wichert mit dem Ort Sassanfahrt verbunden ist, zeigen die von mir initiierten Treffen der Wichert’s am 24. April 2014 und 9. April 2015. Zum ersten Treffen kamen alleine 83 Teilnehmer (siehe auch entsprechenden Beitrag).

Mein Großvater Georg Wichert hatte acht Brüder und eine Schwester; alle zehn Geschwister haben die beiden Weltkriege überlebt und haben insgesamt 43 Kinder auf die Welt gebracht!

Die neun Geschwister (acht Brüder und eine Schwester) meines Großvaters Georg Wichert; nachträglich wurde das Foto der verstorbenen Mutter Marianne Wichert, geb. Bayer

Nicht alle zehn Geschwister sind in Franken geblieben. Mein Großvater Georg Wichert (1900 bis 1965) ist mit seinen Brüdern Hans (1898 bis 1975, siehe auch Beitrag) und Georg (Görg) Wichert (1905 bis 1985) Anfang der 1920er Jahre nach Schleswig gezogen, um dort als Korbmacher sein Geld zu verdienen; Görg, also der jüngere Georg, ist aber nach wenigen Jahren wieder zurückgekehrt.

Auch Friedrich (Fritz) Wichert (1892 bis 1969) hat Sassanfahrt verlassen und im Westerwald seine Famile gegründet.

Bei der Wichert-Ahnenforschung haben wir auch diverse Nebenlinien betrachtet (siehe Einträge in der Datenbank):

Linien Weber, Übel, Kötzner, Walz, Bayer, Kröner, Stromer, Heberlein, Schubert und Neuner

Im Internet sind die Forschungsergebnisse der Interessengemeinschaft Wichert erwähnenswert. Leider gibt es zwischen den dort erforschten Linien mit ca. 15.000 Personen (davon ca. 2.500 Wichert’s) keine Verbindung zu meiner Linie. Die Linien stammen meistens aus den früheren deutschen Ostgebieten. Einige Daten wurden aus früheren Recherchen meiner Linie in die Datenbank übernommen; diese sind allerdings nicht mehr aktuell. Mit dem Tod des Mitbegründers Jürgen Wichert am 25.7.2011 wurde diese Datenbank offensichtlich nicht mehr oder nur unwesentlich erweitert.

Zu den Wichert’s habe ich eine Reihe von Beiträgen verfasst.

Ich möchte am Ende nicht versäumen, die Personen zu nennen, die mich bei der Ahnenforschung der Wichert’s am meisten unterstützt haben:

  • Mein Vater Max Wichert aus Norderstedt, der bereits in den 1980er-Jahren viele Informationen in Gesprächen zusammengetragen und mit Schreibmaschine und Klebestift zu einem Stammbaum zusammengefügt hat und dessen Aufgabe ich mit meinen Recherchen nun fortgesetzt habe.
  • Sein Cousin Johann (Hans) Wichert aus Sassanfahrt (gest. Januar 2016), den ich das erste Mal Ende 2013 anrief und der mich mit unglaublich vielen handgeschriebenen Notizen versorgt hat und der als Heimatforscher ein großes Interesse daran hatte, dass diese Daten zusammengeführt wurden.
  • Tatkräftig unterstützt wurde er von seinem Sohn Peter Wichert aus Sassanfahrt, der mir viel von Sassanfahrt und der fränkischen Umgebung gezeigt hat.
  • Bernd Hoffmann aus Sassanfahrt als der Mann mit dem unglaublichen Gedächtnis: Er ist in der Lage Geburtsjahre, Namen und Zusammenhänge ohne einen Blick in irgendwelche Unterlagen zu nennen. Bernd hat 2015 und 2016 gemeinsam mit Hans einige Male Kirchenbücher im Erzbistum Bamberg gesichtet und damit viele weitere Informationen zusammengetragen.
  • Michael Götz aus Buttenheim hat 2015 und 2016 immer wieder in dem Archiv des Erzbistums Bamberg und zuletzt auch in dem Archiv des Bistums Würzburg recherchiert und mit Engelsgeduld viele Kirchenbuch-Einträge gefunden und vor allem in lesbare Form übersetzt.
  • und viele weitere Personen aus Deutschland, die mir Notizen, Dokumente und Fotos zugesandt haben!