Meine Großmutter väterlicherseits war Erna Auguste Emma Dorothea Wichert, geb. Stumpff (1897 bis 1979, geboren und gestorben in Schleswig) und war mit Georg Wichert (1900 bis 1965) verheiratet.

Die Stumpff’s stammen aus Schleswig-Holstein und lassen sich bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen.

Johann Bernhard Stumpf (1717 bis 1791) war Holzvogt (alte Berufsbezeichnung für „Amtsvorsteher für das Forstwesen“) auf dem damaligen adligen Gut Futterkamp , das heute zur Gemeinde Blekendorf (Kreis Plön) gehört. Sein gleichnamiger Sohn Johann (1759 – 1793) war ebenfalls Holzvogt (auch auf demselben Gut?) und zusätzlich Weber.

Detlef Johann Andreas Stumpf (1782 bis 1851) zog es nach Schleswig (Quartier Nr. 7, gemäß Volkzählungen 1835 Kleiner Ziegelhof Nr. 13, 1840 Lollfuß Nr. 13, 1845 Am Damm Nr. 13). Er war landgräflicher Läufer (ist damit ein „Bote“ bzw. „Laufbursche“gemeint?) in Diensten auf Schloss Gottorf; gemäß Recherchen meines Onkels Berni war er „Läufer beim Landgraf Carl zu Hessen“ – hier ist wahrscheinlich Karl von Hessen-Kassel (1744 – 1836) gemeint.

Ob einer der Kinder von Detlef Stumpf tatsächlich Peter Stumpff (1818 – 1880) mit zwei „f“ im Nachnamen war, ist nicht endgültig belegt – siehe hierzu entsprechenden Beitrag.

Peter Stumpff hatte 1862 in dem Quartier Nr. 7, in dem seine Eltern wohnte, das Haus Lollfuß Nr. 78  gekauft (bis 1888 7. Quartier, Nr. 78, danach umbenannt in Lollfuß 92 – siehe auch Bericht in den Schleswiger Nachrichten vom 10.11.2014). Entsprechende Kaufunterlagen liegen vor. Hier hatte er sich eine Tischlerei eingerichtet, blieb also wie sein Großvater und sein Urgroßvater dem Holzgewerbe treu.

Sein Sohn Carl Christian Bernhard Stumpff (1857 bis 1909) erbte die Tischlerei von seinem Vater. Es war eine Tischlerei „mit Maschinenbetrieb“.

Der Lollfuß 92 ist das Elternhaus meines Vaters. Er wurde (wann?) schließlich verkauft, als meine Großmutter Erna Stumpff (1897 – 1979) zu ihrer Tochter Elisabeth nach Schuby (bei Schleswig) gezogen war.

Lollfuß 92 um 1910: Die Witwe Bertha Stumpff (1863-1931) blickt aus dem mittleren Fenster, ihre Tochter Erna – meine Großmutter – (1897-1979) im Fenster rechts daneben. Links auf der Treppe steht die etwa 10-Jährige Laura (1900-1967) und neben ihr, im Matrosenanzug, der Jüngste der Familie, Bernhard Stumpff (1903-1991). Der spätere Naturwissenschaftler, Prof. Karl Stumpff (1895-1970) stützt sich rechts aufs Treppengeländer
Tischlermeister Carl Stumpff mit Lehrlingen und Gesellen in Tischlerei Lollfuß 92 – Foto von ca. 1905

Verheiratet war Carl Stumpff mit mit Bertha Elline Christiane, geb. Nielsen (1863 bis 1931). Auch die Familie Nielsen können wir bis Mitte des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen – bis Nordschleswig, also im heutigen Dänemark. Dort lebte ein Niels Johannsen (geb. 1761), seine Nachfahren erhielten den Nachnamen Nielsen, so wie damals in dieser Region üblich abgeleitet aus seinem Vornamen.

Schullehrer Nicolaus Gottlieb Nielsen (1827 bis 1904) vor Schulhaus Dörnick (bei Plön) mit Tochter Bertha (1862 bis 1931), Foto von ca. 1871

Der oben erwähnte Tischler Carl Stumpff und seine Frau Bertha hatten zwei Söhne und zwei Töchter, darunter meine Großmutter Erna. Der sicherlich berühmteste Sohn ist der Astronom Karl Johann Nikolaus Stumpff (1895 bis 1970) – siehe hierzu auch entsprechenden Beitrag.

Ein Sohn des Astronoms Karl Stumpff ist Claus Hinrich Stumpff, der – so wie auch mein Onkel Bernhard Wichert (gest. 2004) – sehr lange Ahnenforschung betrieben haben. Die meisten Rechereergebnisse stammen von diesen beiden Hobby-Ahnenforschern.

Bei der Stumpff-Ahnenforschung haben wir auch diverse Nebenlinien betrachtet (siehe Einträge in der Datenbank):

Zu den Linien Geisler und Wolff verweise ich auf den Beitrag „Die Geisler’s und Wolff’s aus Schleswig„.

Zu den Stumpff’s habe ich diverse Beiträge verfasst.